Gedanken zu Weihnachten

Weihnachten…ja was bedeutet dieses Fest eigentlich für viele Menschen? Oft wird es bezeichnet als  das Fest der Freude, Familie, Nächstenliebe und des Lichts.

Für viele Menschen ist die Adventszeit und das Weihnachtsfest, die schönste Zeit des Jahres. Im Mittelpunkt steht die Familie, gute Freunde und im besten Fall auch Harmonie. Man geht zusammen in die Kirche, trifft sich zu einem festlichen Essen und gemütlichen Beisammensein. Die Kinder freuen sich meist über zahlreiche Geschenke und in vielen Haushalten wird die klassische Weihnachtsgeschichte vorgelesen.

Die Adventszeit verbunden mit dem Weihnachtsfest,  ist außerdem die Zeit in der viele Menschen Nächstenliebe zeigen, spenden und sich hilfsbereiter verhalten als sonst. Auch die Zeit der Besinnung soll es sein – doch oftmals hört man leider nur von Hektik und Stress bis es Heiligabend ist.

Die Vorbereitungen auf das Fest tragen da einen großen Anteil daran: das Haus muss festlich dekoriert werden, Weihnachtskarten verschickt, Geschenke besorgt, das Essen geplant werden und so weiter und so weiter…die Liste ist oft endlos.

Doch Weihnachten ist bis heute für viele Menschen, Erwachsenen wie Kindern, auch magisch. Wir werden entführt in die Welt des Santa Claus, dem Christkind, Elfen und Rentieren. Überall glitzert und funkelt es und riecht es nach Zimt, Lebkuchen und Glühwein.

Hierzu passt die Weihnachtsgeschichte von der kleinen Virginia. Vor mehr als 100 Jahren schrieb die achtjährige einen Lesebrief an den „New York Sun“ in einer sehr dringenden Angelegenheit:

Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt kein Christkind. Papa sagt, was in der SUN steht, ist immer wahr. Bitte sagen Sie mir – gibt es ein Christkind?

Virginia O‘ Hanlon

Und diese Antwort bekam die kleine Virginia:

Liebe Virginia,

deine kleinen Freunde haben nicht Recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen gehört oder einem Kind. Im Weltall verliert es sich wie ein Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu begreifen.

Ja, Virginia, es gibt ein Christkind. Es gibt es so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe!

Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich macht. Ein Flackergeist an sichtbarem Schönen bliebe übrig.

Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt ein Christkind. Sonst könntest Du auch nicht an Märchen glauben. Gewiss könntest Du Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme das Christkind zu Gesicht – was würde das beweisen?

Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn, sie zu sehen – das vermag nicht der Klügste auf der Welt.

Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter.

Warum? Weil es einen Schleier gibt, den nicht einmal alle Gewalt auf der Erde zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und beständiger.

Das Christkind lebt, und ewig wird es leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia!

Das ist die eine Antwort, welche die Redaktion der Zeitung „Sun“ der kleinen Virginia damals gegeben hat. Der Chefredakteur höchstpersönlich wurde damit beauftragt!

Heute hat Weihnachten mehr Glamour als früher…

Weihnachten wird heute oftmals gefeiert mit dem Coca-Cola Weihnachtstruck, viel Lichterglanz, üppigem Essen und funkelnder, bunter Dekoration aus China.

Wie war das früher im Vergleich zu heute?

Früher wurde an Heiligabend  in vielen Familien musiziert. Man saß gemütlich beisammen und spielt weihnachtliche Musik. Es gab nur ein bescheidenes Mahl (Mettsuppe und Kletzenbrot), den die Adventszeit galt als Fastenzeit die erst mit der Mitternachtsmesse an Heiligabend beendet wurde. Erst am darauffolgenden Tag kam, dann der Gänsebraten auf den Tisch.

Kennen Sie den Brauch des Anklöpfeln´s?

Beim „Anklöpfeln“  gingen früher arme Leute  von Haus zu Haus. Sie klopften an und baten um Essen für die kommenden Festtage. Im Gegenzug erzählten sie weihnachtliche Geschichten und Gedichte. Der Brauch symbolisiert auch die Herbergssuche von Maria und Josef.

Bis heute wird der Brauch in einigen Gemeinden in Oberbayern und Tirol zelebriert.

Auch bei den Geschenken gab es früher natürlich einen großen Unterschied. Sie fielen früher nützlich aus – es wurden gemeinhin Dinge geschenkt die man im Alltag gut gebrauchen konnte. Stoffe, Socken, Tabak, Wein und Süßigkeiten für die Kinder.

In der heutigen Zeit ist schenken weitaus schwieriger geworden. Heute in Zeiten des Überflusses, sollte man mit Überlegung und Einfühlungsvermögen schenken.

Eine tolle Idee ist es, Glück zu verschenken. Zum Beispiel mit einer Patenschaft für ein Kind in eines der ärmsten Länder oder sich einfach  Zeit nehmen für einen einsamen Menschen.

Egal, wie Sie Weihnachten begehen, wir wünschen Ihnen auf jeden Fall schöne,  geruhsame Tage mit vielen glücklichen Momenten für Sie und Ihre Familie.  Genießen Sie es.

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